Sebastia Edathy,die Vernichtung einer Person

Sebastian Edathy, Vernichtung eines „Parteiverräters“ mittels ungeheuerlicher Verdächtigungen?

rhblEx-MdB Sebastian Edathy hat sich als Vorsitzender des NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags zu den Morden der „rechtsextremen Terrorgruppe NSU“ und „möglichen Fehlern“ der Geheimdienste parteiübergreifend hohes Ansehen erworben. Der SPD-Innenpolitiker leitete das Gremium umsichtig. Edathy stellte äußerst unbequeme Fragen. Die Aufklärung der Mordserie war ihm wichtiger als die SPD-Parteiinteressen.Edathy

ex-SPD-MdB Sebastian Edathy, Opfer eines „angelsächsischen“ Komplotts?

Mit der unnachgiebigen Befragung von Mitarbeitern des Verfassungsschutzes dürfte sich Edathy bei den hiesigen Geheimdiensten kaum Freunde gemacht haben. „Bei den Aktivitäten des NSU tappte der Verfassungsschutz nicht im Dunklen – er saß quasi am Küchentisch des NSU“, schrieb Wolf Wetzel vor einiger Zeit auf den Nachdenkseiten. „Der Untergrund des NSU war ein Aquarium der Geheimdienste“.

Wer sich nur ein paar Schlagzeilen zum NSU-Skandal anschaut, könnte leicht den Verdacht entwickeln, dass Edathy einem Komplott „angelsächsischer“ Dienste in Kanada zum Opfer gefallen ist. In der besseren US-Bananenrepublik Kanada ist vieles möglich. Hier nur sieben Aufmacher zu der „NSU/Verfassungsschutzaffäre“ aus verschiedenen Zeitungen. Manche Verschwörungstheoretiker meinen ja immer noch, dass der „NSU“ vielleicht gar keine deutsche, sondern eine „angelsächsische“ Erfindung war:

„US-Geheimbericht legt nahe: Verfassungsschützer beobachteten Polizisten-Mord von Heilbronn!“ – News Inland – Bild.de (Der „DEA – Bericht“ aus dem STERN soll nach Aussagen deutscher Sicherheitskreise eine Zeitungsente gewesen sein (!?).

„Festnahme der Killer-Nazis mehrfach gescheitert: Behinderte der Verfassungsschutz die Zielfahnder des LKA?“ – News Inland – Bild.de

„Zwickauer Terrorzelle: Wie hat die NSU ihre Taten finanziert?“ | Politik – Berliner Zeitung

„Untersuchungsausschuss: Soko-Leiter räumt Irrtum bei Ermittlung zu NSU-Morden ein“ | Gesellschaft | ZEIT ONLINE

„Untersuchungsausschuss zum NSU – „Die NSU-Morde sind unser 11. September““ – Politik – sueddeutsche.de

„Rechtsextremismus: Chaos und Streit bei Ermittlungen zu NSU-Morden“ – Nachrichten Politik – Deutschland – WELT ONLINE

„Geheimdienste: Verfassungsschützer könnte in NSU-Mord verwickelt sein“ | Politik | ZEIT ONLINE

Die hiesigen Dienste arbeiten seit Jahrzehnten engstens mit den angelsächsischen Diensten, den „Five Eyes“, darunter ist auch der kanadische Geheimdienst, zusammen. Da ist es üblich, dass man sich im Notfall gelegentlich gegenseitig ein wenig aushilft. War der Fall Edathy ein Notfall? Und wenn ja, warum?

Nichts ist für einen angelsächsischen Geheimdienst wie NSA oder GCHQ leichter, als einem Deutschen via Internet einen Satz Dateien mit Kinderpornobildern auf den Heimcomputer zu schmuggeln (BZ). Wie die SZ am 07. Februar 2014 berichtete, gehören Falschinformationen, Porno- und Sexfallen oder Faxblockaden zu den ganz gewöhnlichen Tricks, die z.B. von der britischen Spionageeinheit „Joint Threat Research and Intelligence Group“ (JTRIG) entwickelt worden sind. Es geht gewöhnlich darum – wie einst bei der STASI – „Staatsfeinde abzuwehren, zu zerstören und zu degradieren“. Aber es gibt in der Politik auch Notfälle, wenn z.B. ein nicht unmaßgeblicher Bundespolitiker quertreibt und einen Staatsfeind der USA wie Ed Snowden als Zeugen vor einen deutschen Bundestags – Untersuchungsausschuss laden will, so wie Sebastian Edathy es wollte.

Edathy ist ein Selfmade-Man mit Migrationshintergrund, ein im persönlichen Umgang angeblich etwas spröder Chef. Im SPD-Bundesvorstand ist er wohl irgendwie ein Außenseiter geblieben. Aber muss man jemanden gleich vernichten, nur weil man keine angemessene Verwendung für ihn in der neuen Regierung oder Fraktion hat? Nee. Der Plot kam wohl aus Übersee.

Dass Edathy mit seiner „parteiübergreifenden“ Arbeitsweise im NSU-Untersuchungsausschuss sogar „SPD-Parteiverrat“ begangen haben könnte wird ihm in der SPD–Spitze keiner gesagt haben. Aber vielleicht hat man sowas bei den Parteioberen nicht nur gedacht sondern sich sogar gefreut, als Ende letzten Jahres in der Groko-Regierung das Gezerre um die Posten tobte und wie bestellt erste fiese Gerüchte über Edathy aus Kanada eintrudelten.

Wo Edathys Name und IP-Adresse zwischen 2011 und 2013 angeblich im Rahmen von polizeilichen Ermittlungen gegen einen international tätigen Ring von Kinderpornohändlern aufgetaucht sein soll. Sehr merkwürdig, die zeitlichen Zusammenhänge. 2011 flog in Kanada der Pornohändler Brian Way auf. Im gleichen Jahr wurde in Deutschland klar, dass es in Sachen NSU einen Untersuchungsausschuss des Bundestages geben müsse. Der Deutsche Bundestag fasste am 22. November 2011 eine Entschließung, mit der er der Trauer um die Opfer der Mordserie der rechtsextremistischen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) Ausdruck gab. Der entsprechende Bundestags-Untersuchungsausschuss unter Edathy begann seine Arbeit am 26. Januar 2012.

Wann die Kanadier Edathy`s Namen auf der „Kundenliste“ von Brian Way „entdeckt“ haben ist offen (SPON). War die Kundenliste, die im Mai 2011 gefunden wurde, unverschlüsselt oder verschlüsselt und musste deshalb erst zu den Kryptografen vom Dienst geschickt werden ? Wenn es in den USA, Kanada oder England „Schlapphüte“ gegeben haben sollte, die sich vor etwaigen Enthüllungen des Vorsitzenden im deutschen NSU-Untersuchungsausschuss fürchten mussten, dann könnten die seinen Namen „just in time“ auf die Kundenliste von Brian Way bugsiert haben, um ihn notfalls kompromittieren oder erpressen zu können. Der Notfall ist wohl eingetreten, warum, werden wir nie erfahren.

Maggie Thatcher hat ja massiv gegen die Deutsche Einheit angekämpft. Hat sie vielleicht ihren MI6 beauftragt in Ostdeutschland Provokateure anzuwerben und Unruhe zu stiften? Gewissen „Angelsachsen“ ist jede Infamie zuzutrauen. Vielleicht dreht jener BBC-Journalist, der bemerkenswert frühzeitig in den neunziger Jahren die aus der Spur geratenen Rechtsextremen in Thüringen interviewt hat, ja noch mal eine TV-Dokuserie zu dem Thema. Oder man schaut sich diesen Journalisten mal genauer an. Bei der BBC soll es ja reichlich Leute geben, die zwei Herren dienen. Die ganze NSU-Geschichte, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine „angelsächsische Erfindung“ war und nach allem, was wir jetzt wissen, nicht allein auf deutschem Mist gewachsen sein kann, stinkt zum Himmel.

Laut Ed Snowden ist es für einen NSA-Schlapphut nur eine Fingerübung, den Namen und die IP-Adresse eines Users wie Edathy in die relevanten Datenbanken der kanadischen Pornohändler einzugeben und einen entsprechenden „Traffic“ zu simulieren. Selbst das „Verstecken“ der Pornodateien auf Edathys PC`s kann so gut gemacht werden, dass auch ein IT-technisch versierter User sie bei gezielter Suche nicht finden würde. Laut WELT soll Edathy die Kinderpornos aus Kanada über einen Bundestagsserver bezogen und mit seiner Kreditkarte bezahlt haben. Dümmer geht`s nimmer! Sowas hätte doch im Zensursula-Filter hängenbleiben und der Systemadministration im Bundestag auffallen müssen. So hirnrissig, sich Pornos über einen Bundestagsserver runterzuladen kann selbst der letzte SPD-Hinterbänkler aus dem Bayerischen Wald nicht sein. Aber man lernt nie aus.

Edathy dürfte aus allen Wolken gefallen sein, als er erstmals Wind von dem Komplott bekam. Aber das Leben ist lebensgefährlich und die Fallhöhen in der Politik sind beträchtlich.

Vielleicht hat dem „Mann, der zuviel wusste“, die erfolgreich im NSU-Untersuchungsausschuss gezeigte professionelle Neugierde das Genick gebrochen. Denn am 28.10.2013, zu einem Zeitpunkt, als sich die SPD-Fraktion in Sachen NSA-Untersuchungsausschuss noch nicht festgelegt hatte, hielt der da offenbar recht arglose Sebastian Edathy in einem interessanten DLF-Gespräch mit Bettina Klein einen NSA-Untersuchungsausschuss für einen s i n n v o l l e n Schritt, ja er hielt sogar die Befragung von Ed Snowden als Z e u g e im NSA-Untersuchungsausschuss für denkbar. Das dürfte wohl für die Compradoren Oppermann & Lambrecht zuviel des Guten gewesen sein. Das Fallbeil „Kinderporno“ für die politische Hinrichtung, das für „Quertreiber“ immer in der Schublade bereit liegt – siehe den Fall des notorischen SPD-Zwischenrufers Jörg Tauss – könnte auch in Sachen Edathy aktiviert worden sein.

Vermutlich durfte Edathy im Oktober letzten Jahres, als in der SPD-Spitze die Meinungsbildung zum Thema NSA-Untersuchungsausschuss noch nicht beendet war, als einfaches Mitglied des SPD-Fraktionsvorstands eine derart massive Aufklärung über das eklige US-Spähprogramm gar nicht fordern.

Edathy ist im Oktober 2013 vielleicht vorgeprescht, ohne sich mit den SPD-MacherInnen Oppermann und Lambrecht vorher abzustimmen. Ja, er hat mit seinem DLF-Interview die SPD-Spitze sogar – aus deren Sicht – in die falsche Richtung in Zugzwang versetzt.

SPD-Oppermann und Lambrecht haben jetzt jedenfalls beide auffallend unglückliche Presseerklärungen zum Fall Edathy abgegeben. Das ist ihnen auch schon vor fünf Jahren im Fall Tauss gelungen. Tauss ist inzwischen rechtskräftig verurteilt und politisch erledigt.

Oppermann spricht z.B. bei Edathy nicht von einem ungeheuerlichen Verdacht, sondern meint, der Verdacht sei ungeheuerlich schwerwiegend. Das insinuiert, dass es im Hintergrund eventuell schon irgendwelche „Ergebnisse“ bei den kanadischen und deutschen Ermittlern geben könnte.

Ähnlich dubios schwammig äußerte sich SPD-Fraktionsgeschäftsführerin Lambrecht, was nicht gerade auf große Solidarität unter den SPD-Genossen in der Berliner Zentrale schließen lässt. Rückhalt für Edathy kam von der Linken Petra Pau und der CDU-Frau Christina Schröder (Handelsblatt). Voreilig verkündet die WELT, Edathy habe seinen Nachruf bereits geschrieben. Aber soweit sind wir noch nicht.

Noch gilt die Unschuldsvermutung. Edathy streitet alle Vorwürfe ab und kritisiert die Staatsanwaltschaft scharf (STERN).

Warten wir ab, was die ermittelnden „Festplattenforensiker“ ans Tageslicht bringen. Allerdings sind Staatsanwälte von den Weisungen ihrer jeweiligen (Landes-)Justizminister abhängig.

Bundesjustizminister ist ein Herr Maas von der SPD.

___________________________________________________________________________

Scusi-Nachtrag vom 13.02.2014, 08:00 Uhr

Im ARD – Morgenmagazin wurde soeben berichtet, dass Edathy „jahrelang“
„Filmchen“ bei dem Internetportal AZOV bezogen haben soll. Das lässt aufhorchen. Die SZ berichtete dazu gestern abend etwas detaillierter:

Auszug SZ vom 12.02.2014, 19:57 Uhr:

„…Laut Durchsuchungsbeschluss soll er zwischen 2005 und 2010 Film- und Foto-Sets mit Nacktaufnahmen von Kindern bei einer kanadischen Firma bestellt und erhalten haben. Die gezeigten Kinder sollen im Alter zwischen acht und 14 Jahren sein.

Allerdings soll es sich um Aufnahmen handeln, die in Deutschland nicht strafbar sind, weil keine sexuellen Handlungen vorkämen und die Genitalien nicht prominent gezeigt würden. In dem sechs Seiten starken Beschluss wird die Legalität offenbar ausdrücklich bescheinigt. Warum dann aber die Ermittlungen? Sie beruhen auf einem Anfangsverdacht, auf mehr nicht. Wenn nach der Razzia, bei der Gegenstände sichergestellt wurden, nichts hinzukäme, könnte das ganze Verfahren wieder eingestellt werden. Aus Sicht des Beschuldigten wäre die Zerstörung seines Lebens dann auf dünnster Grundlage geschehen…“

Wenn Edathy jahrelang „nicht strafbare“ Posing-Softpornos über einen Bundestagsserver heruntergeladen hätte und das bereits gegenüber der Staatsanwaltschaft eingeräumt haben sollte, würde dadurch das Ansehen des Bundestags nicht gerade verbessert.

Es stellte sich dann die schlichte Frage, wer wusste wann was?

———————————————————————————————————–

2. Scusi-Nachtrag vom 13.02.2014, 15:15 Uhr

Der Fall Edathy zieht Kreise. Das Stichwort „Strafvereitelung“ ist von den Ermittlern in den Raum gestellt worden, nachdem sie bei Edathy nur einen Rechner mit Resten einer zerstörten Festplatte sichergestellt haben. Andere Rechner waren weg. Kubicki (FDP) kritisiert ex-IM Friedrich (CSU), weil der die SPD-Spitze im Oktober 2013 „auf dem kleinen Dienstweg“ informiert hat.

Die Frage ist, wer überhaupt dienstrechtlich verpflichtet / berechtigt war, im Fall des MdB Edathy Infos weiterzugeben und an wen: SZ.

Danke an Reinhard Lütkemeyer

und ich grüße Anastasia vom Step…

Advertisements

Über 1magyarember fekete hunmagyar(Árpád, István)

Hazádnak rendületlenûl Légy híve, oh magyar; Bölcsõd az s majdan sírod is, mely ápol s eltakar.Ich bin magyarisch-germanischer Hunne, Geboren in Ungarn,einen Teil der Kindheit dort verbracht, ich kam in der Zeit des Kommunismus nach Deutschland,auch aus politischen Gründen,da ich deutsche ebenso wie ungarische Wurzeln habe(die Großeltern waren deutsche(Thüringen) Sieldler in Ungarn, da lag es am nächsten nach Deutschland(die 2. Heimat) zu kommen ,als von den Kommies verfolgte deutschstämmige wurden wir zu politischen Flüchtlingen da mein Opa Soldat im 2.WK gegen die jüdischen Bolshevisten war. Ich bin begeisterter Karpfenangler und mein Beruf ist Fahrradmechaniker, ich bin politisch interessiert und lasse mich nicht gerne von Leuten wie George Soros(aka Swarc György)und seinen Schergen verarschen.Ich habe eine,nein sogar 2 nationale Identitäten:Die ungarische sowie die deutsche.Da können die die Antifa Chaoten so oft,Fuck your national Identity grölen,wie sie wollen.Damit erreichen sie bei mir höchstens das Gegenteil.
Dieser Beitrag wurde unter Deutschland, NSU abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ich freue mich auf eure Meinungen.../Várom a megjegyzéseket.../Feel free to leave a comment

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s