Kimmerier und Skythen: Zu den ältesten Spuren eur asiatischer Steppenreiter in Kärnten

„Feindbild“ Asien

Immer wieder sah sich Mitteleuropa mit dem Auftauchen von Reiterkriegern aus den eurasischen Steppen konfrontiert.1 Ihre fremdartige Lebensweise und ihr entschlossenes, grausames Vorgehen hinterließen einen nachhaltigen, mitunter bis heute tief im kollektiven Denken vieler Europäer verankerten negativen Eindruck. Türken, Mongolen, Magyaren, Awaren, Hunnen, Skythen und Kimmerier stehen geradezu für das Feindbild „Asien“2 . Dabei wird nicht zuletzt auch auf jenes mythisch-philosophisch begründete Weltbild der Griechen zurückgegriffen, bei dem die „Skythen“ den Nordosten des Erdkreises bewohnten. Skythien galt auch mit Blick auf die Widrigkeiten der Natur als Heimat der wildesten aller Barbaren, als Heimat des Hässlichen und Grausamen schlechthin. Entsprechend gering schätzte man deren hirtennomadische Kultur ein. Die Krieger, die wiederholt so „erfolgreich“ gegen die ostasiatischen, vorderorientalischen und europäischen Völker bzw. Staaten vordrangen, wurden als listenreich und hinterhältig beschrieben. Die Reiternomaden und namentlich die „Hunnen“ wurden in spätrömischer Zeit zur Antithese der Zivilisation. Das von der Forschung lange vermutete und neuerdings in der Regel negierte Vordringen der Kimmerier und Skythen bis in den mittleren Donauraum und fallweise auch darüber hinaus datiert ins 9. und 8. bzw. vom 7. bis ins 5. Jahrhundert v. Chr. und steht – wenn zutreffend – am Beginn der kriegerisehen Einfälle von eurasischen Reiterkriegern nach Mitteleuropa3 .


Reiternomaden in Mitteleuropa und im Vorderen Orient

Hält man sich zunächst die geographischen Gegebenheiten in Osteuropa vor Augen (Abb. 1), so wird die Grassteppe zwischen den Karpaten und dem Uralgebirge nach Süden zu vom Schwarzen Meer und vom Kaukasusgebirge abgeriegelt.

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Jenseits der Kaipaten findet sie in der Großen Ungarischen
Tiefebene (Alföld) eine Fortsetzung. Nordwärts schließt an
die Grassteppe in einem breiten Streifen die Waldsteppe an.
Die nordpontische Grassteppe erstreckt sich auf eine Länge
von rund 1500 Kilometern und ist rund 500 Kilometer breit.
Vom Kaukasusvorland bis in die Donauebene hat man in eine
Richtung rund 1500 bis 2000 km zurückzulegen, eine
Wegstrecke ähnlicher Länge wie zur Westküste Kleinasiens.
Demgegenüber beträgt der Weg von der Großen Ungarischen
Tiefebene nach Oberitalien „nur“ rund 700 km, an den
Bodenseeraum rund 1000 km. Die große Mobilität der
Reiternomaden machte eine ständige Aufnahme von
Menschen notwendig. Dadurch blieben die Verbände ethnisch
und sozial offen. Der Gefangene hatte, wie man von
den Hunnen weiß, ebenso wie der Sklave die Chance, Krieger
zu werden und zum Herrn aufzusteigen.
Im ausgehenden 2. Jahrtausend v. Chr. (Spätbronzezeit bzw.
Urnenfelderkultur) hatte sich in Mitteleuropa ein System von
Kulturgruppen gefestigt, deren gegenseitiger Kontakt und
Wohlstand zu einem guten Teil auf dem blühenden Abbau,
der Verarbeitung und dem Handel mit Bronze bzw. Kupfer
und Zinn beruhte. Technische Fähigkeiten wurden auch im
Kontakt mit der mediterranen Welt weiterentwickelt, und
auch die Lebenshaltung – vom Schmuck über die Rüstung
der Krieger bis hin zum Wagenfahren, zum Burgenbau oder
zu neuen Religionsvorstellungen – war maßgeblich von ägäisch-
vorderorientalischen Einflüssen geprägt. Der Niedergang
des Kupferbergbaues, ausgelöst durch eine Verknappung
des Kupferkieses in den Alpen, verhalf der Eisentechnologie
um die letzte vorchristliche Jahrtausendwende
nachhaltig zum Durchbruch. Dieser wirtschaftliche Ein- bzw.
Umbruch war es wohl – zum einen -, der zu jenen politischen
Veränderungen führte, als deren Ergebnis sich die Kulturen
bzw. Völker der Eisenzeit formierten4. Dass im Donauraum
just in dieser Zeit reiternomadische Elemente aufkamen,
führte – zum anderen – zur plakativen Annahme, dass der mit
dem Beginn der Hallstattkultur verbundene Wandel auch mit
dem Vorstoß von Reiterkriegern aus den nordpontischen
Steppen verknüpft war und gewissermaßen parallel und –
heute als überholt einzuschätzenden Datierungsansätzen folgend
– analog zu deren in schriftlichen Quellen um 700 v.
Chr. belegtem Vordringen nach Kleinasien erfolgte. So plausibel
diese These auch bei dem zwischenzeitlich nach hinten
geänderten Datierungsansatz erscheint, so wird sie dennoch
wegen der Spärlichkeit der Quellen seit geraumer Zeit nur
mehr als „spekulative Denkhilfe“ eingeschätzt5. Die
Ansprache vorskythischer, östlicher Elemente als „kimmerisch“
gilt als „pseudohistorisches Hilfskonstrukt“, und das
sowohl im Kaipatenbecken als auch im Schwarzmeerraum.6
Gleichermaßen wurde die Präsenz von Skythen in Mitteleuropa
zuletzt mitunter entschieden in Frage gestellt.7 Dem
soll im Folgenden unter Beibehaltung der Etikettierung „kimmerisch“
bzw. skythisch und mit Blick auf die Kärntner
Funde nicht nachgegangen werden, ohne zuvor kurz den
Blick auf die vergleichbaren Ereignisse im Vorderen Orient
bzw. im frühmittelalterlichen Mitteleuropa zu werfen und
deren spärlichen archäologischen Niederschlag zu betrachten.
In Mitteleuropa haben sich die historisch bezeugten Einfälle
der Hunnen bis nach Westeuropa bislang nur in einem einzigen
Fundkomplex niedergeschlagen. Am Mundolsheimer
Kopf unweit von Straßburg kam im Jahre 1881 ein außergewöhnlicher
Grabfund ans Licht, der auch vier vergoldete
Zierbleche enthielt, die von einem hölzernen Nomadensattel
stammen, wie ihn die Hunnen in der ersten Hälfte des 5.
Jahrhunderts verwendet haben. Ob der Anführer im Kampf
gegen die Burgunder im Jahre 437 gefallen ist oder sein Tod
mit der vernichtenden Niederlage der Hunnen im Jahre 451
auf den Katalaunischen Feldern in der Champagne in einem
Zusammenhang steht, ist nicht zu entscheiden.8 Ähnlich stellt
das im Jahre 1886 gefundene Grab eines ungarischen
Kriegers aus Aspres-les-Corps in einem Hochtal der
Westalpen den einzigen sicheren archäologischen Nachweis
der historisch bezeugten Vorstöße der Ungarn bis nach
Westeuropa dar. Es ist wahrscheinlich mit den Ereignissen
des Jahres 924 zu verbinden.9 Die Sachlage ist also sehr
ernüchternd und würde in keiner Weise ausreichen, anhand
der archäologischen Funde die Tragweite der damit verbundenen
Vorstöße zu erfassen. Ein derartiges skythisches Grab
ist zwar bis heute nicht bekannt geworden, doch wird man die
im Jahre 1882 bei Witaszkowo (Vettersfelde) in Schlesien ans
Licht gekommene Paraderüstung nur als Ausrüstung eines
hochrangigen skythischen Kriegers interpretieren können, die
unweit des Kampfortes als Beute vergraben worden ist10.
Ähnlich dürftig ist die Quellenlage aus Sicht der Archäologie
im Vorderen Orient und in Kleinasien (Abb. 1), wo skythische
Verbände auch Palästina und die Grenzen Ägyptens
erreichten“. Die beiden Reiterkrieger von Nor§untepe am
oberen Euphrat – Skelettgräber mit Pfeilspitzen, eisernen
Äxten und Resten von Schuppenpanzern sowie drei geschirrten
Pferden und mehreren Hunden – und das Reitergrab von
Imirler am Südrand des Pontischen Gebirges – mit eisernem
Langschwert (Akinakes), zweiflügeligen Pfeilspitzen, mittelasiatischer
Queraxt und Pferdegeschirr vom Typ Kelermes –
werden in der Regel als skythisch eingestuft. Sie stammen
aus dem 7. Jahrhundert v. Chr., könnten also auch kimmerisch
sein, wäre da nicht für Imirler die Bindung an den wohl
doch skythischen Formenkreis von Kelermes gegeben.
Um den über 5000 m hohen Berg Ararat im Osten Anatoliens
war im Laufe des 9. Jahrhunderts v. Chr. das Reich von
Urartu entstanden, um nach wechselvoller Geschichte im 6.
Jahrhundert v. Chr. gewaltsam unterzugehen12. Gebrandsdhatzte
Festungen mit skythisch-orientalischen Pfeilspitzen,
die in den Außenmauern steckten, zeichnen ein dramatisches
Bild von diesem Untergang, so die Zitadelle von Tjesebaini.
Die unangetasteten Getreidevorräte weisen auf einen Überraschungsangriff
ohne langwierige Belagerung hin. Unter eingestürzten
Gebäuden fanden sich Mengen an offensichtlich in
16 I ABTEILUNG FÜR UR- UND FRÜHGESCHICHTE
© Landesmuseum für Kärnten; download unter http://www.biologiezentrum.at
die Festung getriebenem Vieh und immer wieder auch
Skelette von Menschen. Manche von ihnen zeigen Spuren
gewaltsamer Tötung und es fehlen jegliche Hinweise von
Wiederaufräumung oder Versorgung der Toten, wohl aber
gibt es Spuren von Plünderern. Weil das Getreide eingebracht,
aber die Weinpithoi noch leer waren, muss der Angriff
Ende August/Anfang September erfolgt sein, und zwar im
frühen 6. Jahrhundert v. Chr. Doch wer waren die Zerstörer?
Neben den Skythen zählten seit dem 7. Jahrhundert v. Chr.
auch die Meder zu den Gegnern des Reiches von Urartu, das
sie sich in der Folge auch einverleibten. Doch könnten die
Angriffe auch mit den Kimmeriern oder Assyrern zu verbinden
sein. Im Jahre 616 v. Chr. gelang es dem Mederkönig
Kyaxares, die skythische Kampfkraft zu brechen. Bald darauf
zogen sich die Skythen zunehmend über den Kaukasus in den
Schwarzmeerraum zurück und spielten in den Kämpfen der
altorientalischen Reiche keine Rolle mehr. So wurde erwogen,
dass sie bei ihrem Rückzug (ca. 590/585 v. Chr.) das
Reich von Urartu endgültig zerstört hätten.
Doch kann die Zerstörung der urartäischen Zitadellen anhand
der Waffenfunde archäologisch im ethnischen Sinn nicht
geklärt werden. Die Angriffs- und Schutzwaffen stellen eine
Verquickung orientalischer und reiternomadischer Elemente
mit komplexer gegenseitiger Beeinflussung dar. Gerade die
medische und skythische Sachkultur waren einander in
bestimmten Phasen sehr ähnlich. Das gilt auch für die
Zuordnung der zwei- und dreiflügeligen Pfeilspitzen. Die
Eroberung der urartäischen Zitadellen erforderte jedenfalls
eine hohe Kriegstaktik, welche die Forschung in der Regel
nicht mit Reiternomadenverbänden verknüpft. Ein erfolgreicher
Angriff derartiger Zitadellen braucht sowohl den Überraschungseffekt wie auch gute

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Informationen über das Innere
der Anlagen. Die damals in den Schwarzmeerraum zurückströmenden
Skythen werden deshalb nicht als Zerstörer des
Reiches von Urartu angesehen, vielmehr die Meder, die auch
das Territorium übernahmen. Skythen könnten allerdings in
medischen Verbänden mitgekämpft haben und sich genauso
gut auch unter den Verteidigern befunden haben, zumal sie
teilweise auch mit den Urartäern verbündet waren. Die
Archäologie kann also keine Entflechtung der Sachkultur bieten
und das historische Ereignis ethnisch festmachen.
„Kimmerier“ im Karpatenbecken?
Der Name der Kimmerier taucht in den Annalen der Assyrer
erstmals auf.13 Zum Jahre 714 v. Chr. wird berichtet, dass die
Urartäer eine schwere Niederlage gegen die Kimmerier erlitten
haben. Gamir, das Land der Kimmerier (Gimirrdia), lag
nördlich von Urartu und damit wohl nördlich des Kaukasus.
Die Kimmerier werden als „barbarische Zerstörer“ beschrieben
und ihre Einfälle mit „Heuschreckenplagen“ verglichen.
Die ausgedehnten Raubzüge der Kimmerier dürften größtenteils
in die Zeit der starken Herrschaft von König Dugdamme
(griechisch: Lygdamos) fallen. Ihrer hohen Mobilität und
militärischen Schlagkraft Rechnung tragend, fanden die
Kimmerier (Gomer) auch in der Völkertafel des Alten
Testaments Erwähnung (1 Moses 10, 2-3).
Im östlichen Ungarn las st sich zwischen dem späteren 10.
und frühen 8. Jahrhundert v. Chr. neben einer erheblichen
Ausrichtung im Sachgut an den eurasiatischen Steppenreitern
(Fazies Cernogorovka und Novocerkassk) auch beobachten,
dass die Toten nicht mehr am Scheiterhaufen verbrannt, sondern
wie bei den „Kimmeriern“ in gestreckter Rückenlage
oder als Hocker beigesetzt wurden (Mezöcsät-Gruppe).14 In
Gyoma handelt es sich zudem um ein Hügelgrab, führte der
Tote unter anderem einen Dolch mit goldenem Griff und reiternomadischen
Schmuck mit sich. Ähnlich enthält der
Hortfund von Ugra aus dem 9. Jahrhundert v. Chr. mehrheitlich
Objekte, die als Import aus dem Schwarzmeerraum einzuschätzen
sind. Dazu zählen jedenfalls die Trense, deren
Knebel starr mit der Gebissstange verbunden ist, eine
Dolchscheide mit durchbrochen gearbeitetem Muster und die
im frühen Tierstil verzierten Scheiben. An reiternomadischen
Waffen sind aus Ungarn zudem Speer- bzw. Lanzenspitzen
aus Eisen wie jene aus Kömlöd15 zu nennen, deren Blattansatz
gelocht ist, sowie reiternomadische Pfeilspitzen.
In den Goldschatzfunden vom Typ Michalköw-Fokorü
mischen sich einheimische Elemente mit reiternomadischen
bzw. vorderorientalischen.16 In Michalköw (Galizien) wurden
unter unklaren Umständen eine bis heute singuläre Krone, ein
Halsring, eine Kette oder ein Gehänge mit mehreren
Scheiben und über 2000 Perlen, darunter die auffallenden
Flügelperlen, zwei Armstulpen, drei Armringe, eine Spange,
neun Fibeln sowie vier Zierplatten in Raubtierform gefunden,
alles aus Gold (Abb. 2)! Die Perlen, Zierscheiben und das
Diadem aus Fokorü (Ungarn) kommen jedenfalls aus dem
Schwarzmeerraum, die Hals- und Armringe sind wie die
Gewandnadeln einheimisch. Die Locken- bzw. Ohrringe aus
Dalj (Serbien) finden Vergleichsstücke im nördlichen
Kaukasusvorland. Neben den Formen zeigen Ornamente wie
eingeschriebene Kreuze oder Tangentenspiralen, wie eng der
Kulturkontakt zwischen dem mittleren Donauraum und dem
Schwarzmeerraum gewesen sein muss. Betrachtet man die
Bilder auf den für hochrangige Krieger im 9. und 8.
Jahrhundert v. Chr. errichteten Grabstelen zwischen dem Ural
und der Donaumündung, so stechen Ähnlichkeiten im
Schmuck ins Auge (geflügelte Röhrenperlen, tiergestaltige
Plattenfibeln). Während in diesen Bildern auch Waffen und
Reiter erscheinen, fehlen Waffen und Pferdegeschirr in den
zugehörigen Gräbern ebenso wie in den Goldschatzfunden.
Stelen und Goldschatzfunde dürften einen ähnlichen geistigen
Hintergrund zum Ausdruck bringen, der insbesondere mit
einer priesteiiichen Funktion verknüpft gewesen sein dürfte.
Was das „kimmerisch“ geprägte Sachgut im östlichen
Mitteleuropa anbelangt, so kommt dem Pferdegeschirr vor
allem deshalb eine dominante Rolle zu, weil es in donauländischen
Werkstätten und damber hinaus eine außerordentlich
breite Rezeption gefunden hat. Zu nennen sind:
Seitenstangen in Form geknickter Dreilochknebel; Knebelstangen
mit aufgesetzten Ringösen, auch mit blattförmigem
Ende; knopfförmige Zügelhaken; Riemenbesatz, insbesondere
halbrund gebogene oder gewinkelte Leisten mit Scheiben
und Knöpfen, auch helmförmige Schieber. Das prunkvoll
gezäumte Reitpferd von neuer Rasse sowie größerer Statur
und Schnelligkeit rückte ins Zentrum der Begierde und
Denkweise des Kriegers und insbesondere der „Anführer“.
Die Pferdezucht sowie deren Nutzung im Wettkampf und
Krieg wurde zum Symbol feudalen Lebensstils der anbrechenden
Hallstattkultur nicht nur im Donauraum, sondern
weit darüber hinaus. Das zeigt sich auch im Pferdegeschirr
von Anführern aus dem Südostalpenraum.17
Dazu zählt auch das Pferdegeschirr aus Grabhügel 70 (ehemals
K) in Frög bei Rosegg18, dem mit Abstand größten herrschaftlichen
Gräberfeld der älteren Hallstatt-Kultur in
Kärnten. Er enthielt die Bestattung eines hochrangigen
Reiterkriegers. Das bronzene Pferdegeschirr ist einschließlich
der Schirmngsbeschläge erhalten geblieben (Abb. 3, 1-
11). In die nur 9 cm breite, tordierte Gebissstange (Trense)
sind Zügelhaken eingehängt, die in geschlitzten Bommeln
enden (Abb. 3, 5). Die beiden gewinkelten Seitenstangen
(Knebel) zeigen, in Eisen eingelegt, das Malteserkreuz (Abb.
3, 4 u. 6). Derlei Winkelknebel gelten als Leitform der Fazies
Cernogorovka in den nordpontischen Steppen. Die Trense
aus Frög gehört zu einer karpatenländischen Variante und
datiert in die Zeit um 800 v. Chr. Die Streitaxt (Abb. 3, 13),
eine eiserne Axt mit Schäftungstülle, ist mit Goldfäden verziert.
Die bronzene Lanzenspitze (Abb. 3, 14) fällt ob ihrer
Länge auf. Vom Prankgeschirr blieb die Attasche eines großen
Kessels aus Bronze erhalten. Fragmente eines Armreifens

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weisen auf die Mitbestattung einer Frau, ein weiteres
Merkmal, das im Grabbrauch auf Anführer hinweist.
Die tönerne Urne aus demselben Fröger Grabhügel (Abb. 4,
A) ist wie weiteres Prunkgesehirr aus diesem Grab der so
genannten Basarabi-Keramik zuzuzählen, die wie das
Pferdegeschirr eine starke kulturelle Prägung aus dem
angrenzenden Donauraum anzeigt. Spiralbänder, Bänder aus
ineinander greifenden S-förmigen Haken und Muster aus
Malteserkreuzen, die einst durch Inkrustation hervorstachen,
zählen zu den Hauptmotiven des Basarabi-Geschirrs.19 Die
Kernzone seiner Produktion lag zwischen der Vojvodina und
der Moldau bzw. zwischen Siebenbürgen und der Donau. Die
Ornamente waren dort mit Gefäßformen heimischer Tradition
verbunden, was die jeweils regionale Herstellung des
Prunkgeschirrs zeigt. Das erhellt in Frög auch aus der
Machart der basaraboiden Tongefäße (Abb. 5), die sowohl
klassische Basarabi-Muster aus deren westlichem Verbreitungsgebiet
(Bosut-Gruppe) tragen als auch eigenständig entwickelte
Ornamente. In unterschiedlichen Grabverbänden

Unbenannt4

Unbenannt5

datieren die basaraboiden Gefäße vom 9. bis ins frühe 7.
Jahrhundert v. Chr. Basarabi-Geschirr fand nicht nur im
Südostalpenraum Aufnahme – in Kärnten sind auch die
Fundorte Gurina, Lamprechtskogel bei Mittertrixen und
Gracarca am Klopeiner See mit den zugehörigen Gräbern zu
nennen -, sondern auch in Oberitalien, etwa bei den Venetern
in Este. Dort zeichnen sich sogar enge Kontakte zu den
Kärntner Gefäßen ab.
Und aus Este wurden auch mehrere Gräber bekannt, die
Zaumzeugelemente donauländischen Typs (knopfförmige
Zügelhaken) enthielten.20 Dem lässt sich ein donauländisches

Unbenannt7

Pferdegeschirr anschließen, das sich in einem Doliumgrab in Pozzuolo del Friuli fand21 , ebenso wie längst bekanntes Pferdegeschirr „kimmerischer“ Prägung aus Bologna (San Francesco) und Unterkrain. Entlang der Donau gelangte reiternomadisches Zaumzeug „kimmerischer“ Prägung bis in die Schweiz (Zürich-Alpenquai) und nach Böhmen (Krteno)22 . Aus Kärnten sind dem das Fragment einer Trense aus dem Hortfund von Seeboden am Millstätter See (Abb. 6, A2) sowie eine geschlitzte Bommel aus dem Hortfund aus Treffelsdorf am Magdalensberg (Abb. 6, B7) anzuschließen, die beide an den Beginn der Hallstattkultur (Ljubljana Ila bzw. lib) datieren.23 Dem bleibt als donauländischer Einfluss die Übernahme von Krammschwertern für Reiterkrieger anzufügen, wie eines in Grabhügel 181 von Frög bei Rosegg (Abb. 3, B3) ans Licht kam24 , einem Reitergrab mit Axt und Ärmchenbeil, gut vergleichbar einem herausragenden, etwas jüngerem Grab aus Novo mesto in Slowenien (Hügel l/Grab 16)25 . Dazu kommt in Kärnten eine bronzene Perle in Petschaftkopfform aus Grab 81, einem beraubten Frauengrab, im älterhall stattzeitlichen Gräberfeld von Führholz am Lamprechtskogel bei Mittertrixen (Abb. 7).26 „Kimmerische“ Dolche und Schwerter fanden ähnlich dem Pferdegeschirr, aber im Gegensatz dazu viel seltener westlich und nördlich der Donau Aufnahme bzw. Rezeption. In einem Hügelgrab 1 in Pecs-Jakobsberg (Ungarn) aus dem 9. Jahrhundert v. Chr. fand sich ein „kimmerischer“ Dolch zusammen mit einer Knebeltrense, einer eisernen Streitaxt und lokalem Tongeschirr (Abb. 8, 1-10)27 . Nordwärts sind im Bereich der Mährischen Pforte seit langem die beiden Dolche aus Gamöv (Schlesien; Abb. 8, 13) und Stramberk (Mähren) bekannt, die jedenfalls ins 9. Jahrhundert v. Chr. datieren, Gamöv wohl erst um 800 v. Chr.; neu dazu kommt ein derartiger Dolch aus Grab 1 am Burgberg von Ptuj, mit Dolch, Messer, Tüllenbeil und petschaftförmigen Perlen28 . Schwerter mit eiserner Klinge kamen in älterhallstättischem Ambiente in einem Grab am Gollikogel bei Leibnitz (Steiermark, Abb. 7, 12)29 oder in Stillfried (Niederösterreich)30 ans Licht. Auch das in seiner Echtheit lange umstrittene bronzene Schwert aus einem Hügelgrab in Tscherberg bei St. Michael in Kärnten (Abb. 7, 15)31 fußt auf eurasiatischen Vorbildern. In einem Grab in Brünn/Brno-Obrany – Grab 169 (Mähren)32 fand sich ein einheimisches Schwert mit einer reiternomadischen Scheide. Und auch die durchbrochen gearbeitete Scheide eines eigenwilligen Schwertes aus Gazzo Veronese (Italien)33 wird man dem anschließen dürfen. Die „kimmerischen“ Dolche und Schwerter dürften kaum gänzlich ohne ihre Träger in den Donauraum gelangt sein und könnten auch dort zunächst Rangzeichen dargestellt haben, was sich noch mehr für die vereinzelt gefundenen Szepter und Keulen aufdrängt. Zu nennen sind die Pferdekopfszepter aus dem Särviz-Kanal in Transdanubien und aus dem Hortfund von Prügy an der oberen Theiß (Abb. 7, 11), der neben einheimischen Axtklingen und Bronzegefäßen auch eine Streitkeule enthielt34 . Was lässt sich auf dieser Grundlage seitens der archäologischen Überlieferung zur Präsenz von eurasiatischen Reiterkriegern („Kimmeriern“) im Karpatenbecken sagen? Auch wenn die reiternomadischen Elemente immer wieder

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mit donauländischen Elementen vermischt sind, lassen sich
die Bandbreite und Dichte der Funde, von den Goldschatzfunden
über das Pferdegeschirr, die Dolche/ Schwerter
bis hin zu den Szeptern und Keulen kaum erklären, ohne
wenigstens eine zeitweise kriegerische Präsenz von eurasischen
Reiternomaden im Kaipatenbecken, jedenfalls im östlichen
Ungarn und Siebenbürgen, zu vermuten. Jedenfalls
dort hat sich zugleich auch eine neue, auf die Haltung von
Pferden ausgerichtete symbiotische Lebensweise entwickelt.
Die immer noch schmale Fundbasis und der oben angestellte
Vergleich zum archäologischen Bild im Vorderen Orient bzw.
in Kleinasien raten von einer definitiven Einschätzung der
Vorgänge ab. Dabei nur von „Handelskontakten“ zu sprechen,
dürfte allerdings erheblich zu kurz greifen. Das gilt,
auch wenn Gräber oder Friedhöfe der Eroberer nicht mit ausreichender
Klarheit auszumachen sind und auch die
Pferdemitbestattung im Karpatenbecken noch nicht nachgewiesen
ist. Stimmt man dem zu, sind analog zu den späteren,
historisch bezeugten Raubzügen auch Unternehmungen bis
weit nach Mitteleuropa denkbar, ohne dass es dafür konkrete
Hinweise gibt, zumal die wenigen Funde an der oberen Elbe
und oberen Donau weder ausreichend als Importstücke
bestimmt sind noch ohne weiteres zu entscheiden ist, ob es
sich um eingetauschte Objekte bzw. Geschenke oder um
Verlustfunde bzw. Beutestücke handelt.
Betrachtet man das zeitgleich von Mittelitalien bis
Nordeuropa streuende Fundgut35, das keinesfalls mit
Raubzügen oder einer Landnahme der Etrusker zu verbinden
ist, so erscheint in weitläufiger Streuung neben Waffen wie
Helmen und Schwertern vereinzelt auch Zaumzeug mit
Pferdchenbesatz, das seinerseits vorderorientalischen Ursprungs
ist. Darüber hinaus sind Trachtelemente wie Fibeln,
Gerätschaften zur Körperpflege wie Rasiermesser, Prestigegüter
wie feines Bronzegeschirr und Symbolgut wie
Dreiecksanhänger mit Vogelprotomen zu nennen. Diese
Entwicklung, die auch den Bau von Prunkwägen in
Mitteleuropa beeinflusst hat, nahm mit dem Aufblühen der
etruskischen Kultur im Laufe des 8. und im 7. Jahrhundert v.
Chr. zu und erreichte sogar Südschweden. Die geographisch
zunächst ähnlich weit erscheinende Streuung kann dabei über
das unterschiedliche Typenspektrum und dessen ungleiche
und andersartige Rezeption nicht hinwegtäuschen.
Die Agathyrsen: Skythen in Mitteleuropa?
Der Begriff „Skythen“ steht zunächst als Synonym für die
früheisenzeitlichen Reiterkrieger in den Steppen Eurasiens.36
Es ist in diesem Sinn nicht ethnisch zu verstehen und meint
eine Kulturerscheinung, die im 9. Jahrhundert v. Chr. in
Südsibirien ihren Ausgang nahm und rund zweihundert Jahre
später auch das östliche Mitteleuropa erreichte. Die Skythen
im nordpontischen Raum (Iskuzai), auf die sich die folgenden
Betrachtungen auch beziehen, sind aus Sicht der
Anthropologie als europid einzustufen und zählen zu den
nordiranischen Völkern. Der schriftlichen Überlieferung folgend
waren sie zu Beginn des 7. Jahrhunderts v. Chr. aus
Asien in den Schwarzmeerraum abgedrängt worden, wo sie
die „kimmerische“ Kultur beendeten. Herodot (Historien IV,
100 u. 125) berichtet davon, dass auch in Siebenbürgen
Skythen wohnten, die Agathyrsen, benannt nach einem der
drei Söhne des Stammvaters der Skythen, des Targtaos-
Herakles.
In Siebenbürgen setzt der skythisch geprägte Fundstoff um
die Mitte des 7. Jahrhunderts v. Chr. ein (Ciumbrud-Kultur).37
Wie bei den Skythen übte man die Körperbestattung. In gut
ausgestatteten Gräbern von Reiterkriegern, wie jenen aus
Cristesti, Grab 9 (Abb. 9, A) oder Aiud-Parc, Grab 8 (Abb. 9,
B), fanden sich unter anderem Pferdegeschirr, Pfeil und
Bogen, Streitäxte und Dolche skythischer Prägung.
Außerdem kennt man aus Siebenbürgen auch sykthische
Kultgegenstände wie Spiegel, „Stangenaufsätze“ oder
Zierbleche mit vermutlich apotropäischem Sinn. Elemente
einheimischer Tradition werden zumeist im Sinne einer
Symbiose zwischen eingefallenen Skythen und Ansässigen
interpretiert. Nähere Betrachtung verdienen die skythischen
Pfeilspitzen38. Dabei handelt es sich um kleine bronzene
Pfeilspitzen, die im Querschnitt zwei-, dreiflügelig oder dreikantig
sein können. Sie können angesetzte oder innere
Schäftungstüllen haben und diese können wiederum mit
einem Widerhaken besetzt sein. Der Variantenreichtum
begründet sich einerseits damit, dass sie rund tausend Jahre in
Gebrauch waren, und andererseits mit ihrer Verbreitung zwischen
Sibirien und Spanien. Als Motoren einer solchen
Ausbreitung lag es nahe, in Mittel- und Osteuropa insbesondere
an die Skythen und, in Gegenden wie dem Mittelmeerraum,
wo Skythen mit Sicherheit nie vorgedrungen sind
(wie Frankreich, Italien oder Zypern), an die Griechen zu
denken39. In den Gräbern Siebenbürgens kamen sie in bis zu
hundertfacher Ausführung ans Licht. Es handelt sich insbesondere
um zwei- und dreiflügelige Pfeilspitzen mit mandelförmigem
bzw. dreieckigem Blatt und, was besonders kennzeichnend
ist, mit äußerer Tülle.
Eine außerordentlich starke skythische Prägung der
Sachkultur lässt sich etwa eine Generation später als in
Siebenbürgen auch im nördlichen Bereich der Großen
Ungarischen Tiefebene feststellen (Vekerzug-Kultur)40. Im
Alföld überwiegen Körpergräber, während man an der oberen
Theiß – geradezu im Gegensatz zur vorangehenden, „kimmerisch“
geprägten Mezöcsät-Gruppe – die Toten nunmehr verbrannte.
Im Alföld finden sich Pferde und Pferdegeschirr in
den Gräbern, in den Brandgräbern an der oberen Theiß nur
Pferdegeschirr. Den Reiterkriegern gab man auch Pfeil und
Bogen, eiserne Streitäxte und Lanzen bzw. Speere mit ins
Grab, an der oberen Theiß auch Dolche. Die skythischen
Pfeilspitzen in der Vekerzug-Kultur haben im Gegensatz zu
Siebenbürgen stets eine integrierte Schäftungstülle. Hier wie
in Siebenbürgen wird davon ausgegangen, dass auch der
Reflexbogen aufgenommen und Pfeil und Bogen auch als
Waffe im Kampf verwendet wurden. Bei den im Lauf der Zeit
in verschiedenen Varianten hergestellten eisernen Trensen

Unbenannt9

vom Typ Szentes Vekerzug sind Gebissstange und
Seitenstangen vernietet.41 Nur das „Fürstengrab“ von Ärtänd,
am östlichen Rande des Alfölds gelegen, verfügte über einen
Grabhügel, wie er auch skythischen Anführern zustand42. Die
Ausstattung des Toten enthielt unter anderem einen eisernen
Schuppenpanzer, Goldblechbesatz sowie eine aus dem griechischen
Sparta importierte Hydria aus der zweiten Hälfte
des 7. Jahrhunderts v. Chr. Ein Kreuzattaschenbecken südostalpiner
Herkunft ist als Geschenk oder Beutestück aus
dem Westen anzusehen.43 Trotz starker skythischer Prägung
im Sachgut geht die Forschung derweil davon aus, dass die
Träger der Vekerzug-Kultur und auch der Tote von Ärtänd
nicht Skythen waren, eine Einschätzung, die sich umso mehr
für die west- und nordwärts anschließenden Kulturgruppen
mit skythischem Sachgut findet.
Skythische Pfeilspitzen kamen in zahlreichen Höhensiedlungen,
wiederholt auch in Höhlen, zwischen dem Ostrand
der Alpen und Schlesien ans Licht. In der Höhensiedlung von
Smolenice-Molpir (Slowakei)44, einem Zentralort der
Östhallstattkultur an den Ausläufern der Kleinen Karpaten,
brachten umfangreiche Ausgrabungen rund 400 skythische
Pfeilspitzen ans Licht. 16 % davon sind stark deformiert oder
fragmentiert. Weil die Pfeilspitzen gehäuft im Bereich der
Tore der Befestigungsmauer und an der Südwestecke der
Akropolis gefunden wurden, also auch im Wallschutt lagen

Unbenannt10

und teilweise in der Befestigungsmauer (Mauer III) steckten, besteht am gewaltsamen Untergang der Siedlung kein Zweifel. Die meisten Pfeilspitzen aus Smolenice-Molpir und aus den anderen Höhensiedlungen im näheren Umfeld finden einerseits Parallelen in den Gräbern Siebenbürgens und andererseits in der Ukraine. Deshalb ist es nach wie vor wahrscheinlich, dass der Untergang der Höhensiedlung von Smolenice-Molpir, der in die Zeit um 600 v. Chr. (Hallstatt Dl) datiert, mit dem Einfall skythischer Reiterkrieger zu verbinden ist, deren Weg sowohl am Ostrand der Karpaten, den auch die Verbreitung „pontischer“ Ohrringe markiert, als auch von Siebenbürgen aus nach Schlesien geführt haben kann. Der Ringwall von Wicina (Schlesien)45 , übersät mit Leichen und Spuren der Brandschatzung einschließlich sky-

Unbenannt11

thischer Pfeilspitzen und Axtklingen, ging, wie in der Regel
anhand zweier Hortfunde vermutet wird, über hundert Jahre
später unter. Demnach verbirgt sich hinter den skythischen
Pfeilspitzen in den Höhensiedlungen zwischen Schlesien und
den nördlichen Karpaten nicht ein einmaliges kriegerisches
Ereignis, sondern ein länger andauerndes Phänomen, mit dem
der Untergang der Lausitzer Kultur entsprechend komplex
verbunden gewesen sein dürfte.
Skythisches Sachgut, vor allem Waffen, kamen auch in
Gräbern der Lausitzer-Kultur ans Licht.46 Weil aber
Pfeilspitzen und Pferdegeschirr beinahe gänzlich fehlen,
kann von einer reiternomadischen Akkulturation nicht die
Rede sein. Ein aus Knochen geschnitzter Knebel mit stilisiertem
Raubtierkopf kam in Libkovice (Böhmen)47 ans Licht.
Eine Knochenschnitzerei von einem skythischen Pferdegeschirr
aus dem späteren 6. Jahrhundert v. Chr. stammt aus
einem Grab in Brozek (Schlesien)48, unweit von Witaszkowo
(Vettersfelde). In Kaliste-Bezdekov (Böhmen)49 fand sich in
einem hochrangigen Hügelgrab einheimischer Prägung aus
dem 5. Jahrhundert v. Chr. (Grab 79) unter anderem eine
eiserne Streitaxt mit bronzenem Raubtierkopf (Abb. 9, C).
Die Parallelfunde aus Sibirien und aus dem Schwarzmeerraum
gelten nicht nur als Waffen, sondern – wie schon
in „kimmerischem“ Milieu – auch als Symbole der Macht
(Szepter). Abgesehen von einer eisernen Streitaxt kam im
Gräberfeld von Plo (Schlesien)50 auch ein Dolch vom
Akinakes-Typ ans Licht. In allen Fällen ist das Milieu, in dem
die skythischen Objekte auftreten, als lokal zu beschreiben,
also nicht an in der Fremde gefallene skythisehe Kiieger zu
denken. Dennoch bleibt es eine Denkvariante, die sykthischen
Objekte in dieser Dichte über das zeitweilige
Zusammentreffen mit skythischen Kriegern (Abb. 10, 2) zu
erklären.
Dazu rät insbesondere der an Goldobjekten reiche Hortfund
von Witaszkowo (Vettersfelde) – auch wenn 1882 in einem
Acker ans Licht gekommen -, dessen Inventar nur in reich
ausgestatteten Hügelgräbern der Skythen Parallelen findet51.
Zu nennen sind unter anderem das fischförmige Zierblech
eines Prunkschildes, der Brustschmuck eines Panzers, zwei
Dolche (Akinakoi) mit goldblechverzierten Griffen, golde-

Unbenannt13

ner Ringschmuck und ein von einem Goldblech eingefasster
Wetzstein. Soweit beurteilbar, handelt es sich nicht um
einen Grabfund, sondern um vergrabene Beute. Die
Paraderüstung muss um 500 v. Chr. in einer griechischen
Werkstatt am Schwarzen Meer für einen skythischen
Anführer hergestellt worden sein. Weil die Ausstattung als
komplett zu betrachten ist, kann daraus nur auf die Präsenz
skythischer Reiterlaieger in der unmittelbaren Umgebung
geschlossen werden. Deren Vorkommen inmitten der mit
skythischen Pfeilspitzen übersäten, niedergebrannten
Höhensiedlungen Schlesiens lässt nur an einen kriegerischen
Zusammenhang denken, in den letztendlich die anderen
genannten skythischen Objekte zu integrieren sein sollten52.

Unbenannt14

Während der Stufe Hallstatt Dl (um 600 v. Chr.) kam es
innerhalb der ostalpin-pannonischen Hallstattkultur zu einer
beachtlichen Zäsur, die zum Abbruch zahlreicher
Höhensiedlungen, zur Verlagerung von Herrschaftszentren
und zu einer drastischen Reduktion der Bestattung in
Grabhügeln führte.53 Das zeigt sich an den tüllenlosen dreiflügeligen
skythischen Pfeilspitzen aus zahlreichen Siedlungen
von Celldömölk-Säghegy über Velem-Szentvid bis Villach-
Tscheltschnigkogel oder Laibach-Burgberg. An der Donau
stießen die Kulturgruppen skythischer und hallstättischer
Prägung aufeinander. Die Gräber zu der um 600 v. Chr. neu
gegründeten Flachlandsiedlung Sopron-Krautacker zeigen
skythische Elemente aus der östlich angrenzenden Vekerzug-
Gruppe, nämlich verschiedenen Schmuck (Schläfenringe,
Ohrringe, Kaurimuscheln, Glasperlen), Toilettegerät (Spiegel,
Duftdosen?) und auch entsprechendes Tongeschirr. Im
Umfeld der Herrschaftssitze auf Kuppen wurden am Donauknie
und an der Raab Flachgräberfelder (z. B. Halimba-
Cseres) bekannt, in denen Haustiere, vor allem Schweine, als
Grabbeigaben vorkommen. Daraus wurde gefolgert, dass es
sich um die Gräber halbnomadisch lebender Viehzüchter
innerhalb der pannonischen Hallstattkultur handelt. Mit dem
Ausgreifen der keltischen Sachkultur ins Karpatenbecken
endete im Übrigen die skythisch geprägte Sachkultur im 5.
Jahrhundert v. Chr.
Trotz Brandschichten aus der Zeit um 600 v. Chr. wurden die
befestigten Höhensiedlungen in Unterkrain, wo sich während
der Hallstattkultur eine prosperierende, eigenständige
Kulturgruppe entfaltet hatte, im Gegensatz zu den Gruppen
der ostalpin-pannonischen Hallstattkultur weiterhin besiedelt.
54 Und auch die Bestattungsplätze und -brauche wurden
beibehalten. Im Sachgut macht sich auch dort skythischer
Einfluss breit, der in seinen Anfängen jedenfalls ins 7.
Jahrhundert v. Chr. zurückreicht und auch am Schmuck hochrangiger
Frauen deutlich wird. Kleeblattförmige Zierplättchen
aus Gold wie aus Sticna, Hügel 48/27, finden im
Karpatenbecken ebenso Parallelen wie am Dnjepr (Sinjavka,
Grab 100). Umgekehrt stieß man in Grebeni am Dnjepr auf
eine unterkrainische Kahnfibel. Zu Klumpen zusammengefalteter
Goldschmuck aus einem reichen Frauengrab aus
Sajevce an der Krka (Grab 10/1) gehört auch in dieses
Umfeld, könnte wegen der pferdehufförmigen Ohrringe sogar
aus dem älteren reiternomadischen Horizont stammen und
„kimmerisch“ einzuschätzen sein.55
In die Rüstung der Männer flössen damals einerseits prachtvolle
bronzene Panzer griechischen Ursprungs sowie
Schildbeschläge und Helme etruskisch-italischer Herkunft
ein. Andererseits kamen skythische Pfeilspitzen und skythisch
geprägtes Pferdegeschirr in Umlauf, das „kimmerische“
Typen ablöste; dazu kamen Pferde, die einer östlichen
Rasse angehören und nach skythischem Brauch auch mitbestattet
wurden (Abb. 10, A). Zu nennen sind Stangenpsalien
wie im „Fürstengrab“ von Artänd (Sticna, Hügel 1/5)
oder hörnchenförmige Riemenverteiler (Novo mesto-
Malensek, Hügel 2) ebenso wie zahlreiche Trensen vom Typ
Szentes Vekerzug. Wo Dolche venetisch-italischen Typs aufscheinen,
waren sie nach skythischer Art am Gürtel festgemacht.
Außerdem treten in den einheimischen Urnengräbern
eiserne Klingen von Streitäxten auf. Zum Pferdegeschirr mit
den Trensen vom Typ Szentes Vekerzug gehören in einer jün-

Unbenannt15

geren Phase auch Zierstücke in Form von Wirbeln aus
Tierprotomen. Neben Pferde- und Vogelprotomen wurden
Protomen in Gestalt raubtierartiger Fabelwesen, aus deren
Maul ein menschliches Bein hängt, bekannt (Magdalenska
gora, Hügel 2/3 8)56. Auffällig ist, dass sich zu diesen
Besatzstücken im Karpatenbecken keine Parallelen finden
lassen. Was zudem das Motiv des Raubtieres mit aus dem
Maul hängendem Bein anbelangt, so gelangte dieses über
etruskischen Einfluss in den Südostalpenraum. Zwei Wirbel
mit Pferdeprotomen stammen aus einem Grab in Doljensko
Toplice (Hügel 5/33), vier aus einem Grab in Sticna (Hügel
1/99). Zu dieser Fundgruppe zählen auch Besatzstücke in
Form von Stierköpfen.
In Jalzabet-Bistricak bei Varazdin an der unteren Drau
(Kroatien) wurde um die Mitte des 7. Jahrhunderts v. Chr. ein
mächtiges Hügelgrab (Grabhügel II) errichtet.57 Die
Grabkammer maß 8 x 8 m (64 m2) und war von einer
Steinpackung umgeben, zu der auch ein 8 m langer Zugang
(Dromos) gehört, wodurch sich der Durchmesser mit 25-30
m bestimmen lässt. Mehrere Pferde wurden verbrannt und,
wie in skythischen Fürstengräbern üblich, entlang der Wände
der Grabkammer niedergelegt. Auch ein Schuppenpanzer und
eine dreiflügelige Pfeilspitze, die sich inmitten zweiflügeliger
einheimischer Pfeilspitzen fand, haben skythischen Charakter
(Abb. 11). Die Pferdegeschirre wiederum entstammen einer
einheimischen Werkstätte, ebenso wie das Tongeschirr. Nun
ergab die Analyse des „Leichenbrandes“, der sich inmitten
der Beigaben fand, dass es sich auch dabei um die Überreste
eines Pferdes handelt! Liegt beim nahen, noch nicht untersuchten
Grabhügel I – ähnlich wie im ungarischen Artänd –
ein in lokalem Milieu beigesetzter skythischer Fürst (Abb.
10, 2) oder doch „nur“ ein einheimischer Fürst mit starker
skythischer Prägung vor? Und wurde für sein Reitpferd ein
eigener Grabhügel, Grabhügel II, errichtet? Oder handelt es
sich um einen Kenotaph, konnte man der Leiche des hochrangigen
Kriegers nicht mehr habhaft werden und musste
Rüstung und Reitpferd ohne ihn beisetzen?58
Die dreiflügeligen Pfeilspitzen mit spitzbogigem Blatt aus
Unterkrain haben kurze Tüllen und sind auch mit tüllenlosen
Pfeilspitzen vergesellschaftet59. Das reich ausgestattete
Kriegergrab von Magdalenska gora-Preloge/Grab 11-13 enthielt
unter anderem einen italischen Doppelkammhelm,
Bronzegeschirr, ein Pferd mit skythischem Zaumzeug und 81
skythische Pfeilspitzen60. Im „Bogenschützengrab“ von Libna
lagen 58 skythische Pfeilspitzen61, in Vace (Klenik, Grab 43)62
37 Stück. In Magdalenska gora (Grab 4/3) lag eine dreiflügelige
Pfeilspitze zusammen mit „altem“ Pferdegeschirr „kimmerischer“
Art. Doch gewinnt man nirgends den Eindruck, es
könnten Bestattungen skythischer Krieger vorliegen, auch
nicht im Grab von Libna (Volavskova-Hügel) mit skythischer
Streitaxt, in dem einheimische, zweiflügelige Pfeilspitzen
dominieren63. Andere Gräber enthielten nur wenige Pfeilspitzen,
auch Einzelstücke, die teilweise nachweislich mit
entsprechenden Verletzungen in Verbindung gebracht werden
können64. In einem Reitergrab aus Vace steckte eine dreiflügelige
Pfeilspitze im Oberschenkel des Toten, in Sticna (Grab
5/25) dürfte die gebrochene Pfeilspitze aus dem Körper des
Toten stammen. Ähnliche Befunde kennt man aus der
Slowakei, etwa aus dem Gräberfeld von Chotm.
In jenen wenigen Gräbern aus Unterkrain (Abb. 10, 1), die
Köcher mit mehreren Pfeilen mit skythischen Pfeilspitzen in
Kombination mit Pferdegeschirr vom Typ Szentes Vekerzug,
skythoide Schellen oder Peitschen (Nagaikas) enthielten, fehlen
im Gegensatz zur lokalen Sitte Fibeln65. Das entspricht aber
dem Bild im Karpatenbecken und im Schwarzmeerraum.
Daraus ist zu schließen, dass vereinzelt auch hochrangige
Krieger in Unterkrain skythische Kleidung getragen haben.
Dieser Eindruck wird vielleicht von einer bildlichen
Darstellung auf einer Gürtelplatte aus einem Grab aus Molnik
bei Laibach (Abb. 10, C)66 verstärkt. Sie zeigt einen von einem
Hund begleiteten Bogenschützen bei der Hirschjagd. Hose und
Mütze weisen auf ein östliches Ambiente, wohl auf ein skythisches.
Sein Bogen ist allerdings kein Reflexbogen, sondern ein
Stabbogen. Pfeil und Bogen erscheinen in den Bildern der
Situlenkunst stets als Jagdwaffen.
Im Kärntner Raum hat sich zuletzt der pannonisch-reiternomadische
Fundbestand erheblich verdichtet.67 Zu den dreiflügeligen
Pfeilspitzen vom Tscheltschnigkogel über Warmbad
Villach (Abb. 12,1-3) sind jene von der Gracarca am
Klopeiner See (Abb. 12,4-10) hinzugekommen, weiters das
Fragment einer Trense vom Typ Szentes Vekerzug aus
Landskron bei Villach (Abb. 12, 11). Am Zentralort während
der jüngeren Hallstattkultur in Kärnten, dem Lamprechtskogel
bei Mittertrixen, kamen sowohl im Gräberfeld von
Führholz als auch im Prunkgrab von Waisenberg neben etruskisch-
italischen auch pannonische Trachtelemente ans Licht,
zudem pannonisch geprägtes Tongeschirr und auch ein
Tonstempel (Abb. 12, 13-14). Dem fügt sich im Grabbrauch
das Vorkommen von Mahlsteinen in Gräbern an, wie man es
ebenso aus der Vekerzug-Gruppe kennt. Ob auch das am
Scheiterhaufen leider allzu stark verschmolzene Figürchen
aus einem stark von Vekerzug-Elementen geprägten Grab
einen skythischen Krieger mit Gerte und Reflexbogen zeigt,
steht zur Diskussion.68 In den Kriegergräbern um den
Lamprechtskogel haben sich bislang nur eiserne Pfeilspitzen
gefunden.69 Neben skythischem Kultureinfluss ist also auch
im Ostalpenraum an kriegerische Einfälle skythischer Reiter
zu denken, wie insbesondere die dreiflügeligen, reiternomadischen
Pfeilspitzen vom Tscheltschnigkogel bei Warmbad
Villach und von der Gracarca am Klopeiner See anzeigen
dürften. In den Kärntner Gräbern fehlen derartige Pfeilspitzen
jedenfalls bislang; als alternative Angreifer kämen allenfalls
Reiterkrieger aus Unterkrain in Betracht. Das Vorkommen
zweier dreiflügeliger Pfeilspitzen und zweier eiserner skythischer
Streitäxte im Gräberfeld der Salzaristokraten von
Hallstatt70 ergänzt den skythischen Fundniederschlag im
Ostalpenraum, wobei die Fremdstücke unter anderem mit
Kriegern aus Unterkrain erklärt wurden71. Die dreiflügeligen
32 I ABTEILUNG FÜR UR- UND FRÜHGESCHICHTE
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skythischen Pfeilspitzen vom Hellbrunner Berg bei Salzburg
und aus dem Gehöft von Osterhofen-Linzing bei Deggendorf
in Bayern bleiben sehr dünne Spuren einer etwaigen skythischen
Präsenz im keltischen Süddeutschland.72
Blickt man zusammenfassend auf das ältereisenzeitliche
archäologische Fundgut im östlichen Mitteleuropa, so fällt
die Interpretation der „kimmerischen“ und skythischen
Funde nach wie vor nicht leicht, handelt es sich doch um
einen vielschichtigen Vorgang, der zunächst regionsweise zu
bewerten ist. Welche Kulturgruppen haben reiternomadische
Elemente und Lebensweisen rezipiert oder sind den
Reiternomaden zuzuordnen, hinter welchen Objekten stehen
Kulturkontakte und in welchen Fällen könnte es sich um die
Überreste reiternomadischer Beutezüge bis tief nach
Mitteleuropa handeln? Die Entfernungen würden jedenfalls
dem entsprechen, was aus Kleinasien und dem Vorderen
Orient bekannt ist. Für Fragen der Sesshaftwerdung von
Reiternomaden westlich der Karpaten wiegt der Hinweis
schwer, dass im Karpatenbecken und weiter westlich und
nördlich mit Ausnahme der Ciumbrud-Kultur keine
Gräberfelder oder Siedlungsplätze vorliegen, die deren
Präsenz unzweifelhaft belegen könnten. Denkt man an temporäre
Präsenz vielfältigster Art, so dürfte die Vielfalt der
reiternomadischen Elemente aus dem früheisenzeitlichen
Ungarn und den angrenzenden Gebieten weniger mit
Kulturkontakt denn mit der Präsenz räuberischer Horden zu
erklären sein, sofern man die Mezöcsät-Gruppe nicht als
donauländische Ausprägung der „kimmerischen“ Kultur einstufen
möchte. Die Ausstrahlung dieser Kultur prägenden
Orientierung des mittleren Donauraumes zum Schwarzmeerraum
hin erreichte in weiterer Folge während der frühen
Eisenzeit auch Süddeutschland, den Ostalpenraum und das
östliche Oberitalien. Dasselbe gilt für das 6. und 5.
Jahrhundert v. Chr., wo sich erneut insbesondere in der
Pferdehaltung reiternomadischer Einfluss bis in den
Südostalpenraum bemerkbar macht. Anhand der dreiflügeligen
Pfeilspitzen und der Siedlungsentwicklung im östlichen
Mitteleuropa ist die Vorstellung von skythischen Einfällen,
die das regionale Kulturgefüge entsprechend (mit) destabilisiert
haben, nach wie vor plausibel zu argumentieren, ohne
dass die Archäologie mit „Beweisen“ aufwarten könnte. Das
Modell „kimmerischer“ und/oder skythischer Landnahme im
Karpatenbecken und entsprechender kriegerischer Vorstöße
weiter westwärts erscheint demnach nicht als „das historisch
Unwahrscheinliche“ (H. Parzinger73) oder als „pseudohistorisches
Hilfskonstrukt“ (C. Metzner-Nebelsick74), sondern darf
nach wie vor als durchaus wahrscheinliche Variante gelten.
Die gegenteilige Annahme, wonach ausschließlich
Rezeptionsvorgänge und Handelskontakte dafür verantwortlich
waren, dass „kimmerisch“ und skythisch geprägte
Sachkultur nach Mitteleuropa gelangt sind,75 dürfte demgegenüber
erheblich zu kurz greifen.


Quelle: Rudolfinum 2007
Anschrift des Verfassers
Univ. -Doz. Dr. Paul Gleirscher
Landesmuseum Kärnten
Museumgasse 2
A-9021 Klagenfurt am Wörthersee
paid, gleirscher® landesmuseum-ktn.at
ANMERKUNGEN
1 Die folgenden Ausführungen basieren auf P. Gleirscher,
Invasioni o influssi culturali? Cimmeri e Sciti in Europa
centrale? In: G. L. Bonora/F. Marzatico (Hrsg.), Ori dei
cavalieri delle steppe. Ausstellungskat. (Trento 2007),
118-131, und wurden in diesem Rahmen kärntenbezogen
erweitert.
2 J. Gießauf, Feindbild Asien. Der asiatische Barbar. Eine
Spurensuche im Mittelalter. Zeitschr. Histor. Ver.
Steiermark 95, 2004, 15-33. 5
3 Zu deren komplexer Genese, Geschichte und den
Fragen um deren Unterscheidbarkeit zuletzt im Über- 6
blick H. Parzinger, Die frühen Völker Eurasiens
(München 2006).
4 G. Kossack, Gedanken zur Periodisierung der 7
Hallstattkultur. In: Die Hallstattkultur. Symposium
Steyr 1980 (Linz 1981), 35-46; ders., Mitteleuropa zwischen
dem 13. und 8. Jahrhundert v. Chr. Geb. In: 8
Beiträge zur Urnenfelderzeit nördlich und südlich der
Alpen. Monogr. Rom.-German. Zentralmus. Mainz 35
(Mainz 1995), 1-64, bes. 58 ff.; L. Sperber, Zu den
Schwertträgern im westlichen Kreis der Urnenfelderkultur:
profane und religiöse Aspekte. In: Eliten in der
Bronzezeit. Monogr. Rom.-German. Zentralmus. Mainz
43 (Mainz 1999), 605-659, bes. 645 ff.; ders.,
Siedlungen als Kontroll- und Organisationspunkte für
Wirtschaft und Verkehr im spätbronzezeitlichen Nordtirol.
Bayer. Vorgeschbl. 68, 2003, 19-51, bes. 32 ff.
G. Kossack, „Kimmerische“ Bronzen. In: Situla 20-21
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Corps. Gedanken zu einem skythischen Fund im Lichte
vergleichender Archäologie. In: A. Lang/H. Parzin-
ABTEILUNG FÜR UR- UND FRÜHGESCHICHTE I 33
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ger/H. Küster (Hrsg.), Kulturen zwischen Ost und West
(Berlin 1993), 203-237, bes. 205, 208 ff. u. 221 f.
9 Parzinger, Vettersfelde 1993 (Anm. 8), 205 f., 206 ff. u.
220 f.
10 A. Furtwängler, Der Goldfund von Vettersfelde. Programm
Winckelmannfeste Arch. Ges. Berlin 43 (Berlin
1883); Parzinger, Vettersfelde (Anm. 8), 203 ff., 210 ff.
u. 222 ff.; Z. Kobylihski/L. Nebelsick, in: Reallex.
German. Altertumskde. 32 (Berlin-New York 2006),
317-330, s. v. Vettersfelde; M. Nawroth, Der Goldfund
von Vettersfelde: vom Schwarzen Meer in die Lausitz.
In: Im Zeichen des goldenen Greifen (München-
Berlin-London-New York 2007), 318-327.
11 G. Kossack, Neufunde aus dem Novocerkassker
Formenkreis und ihre Bedeutung für die Geschichte
steppenbezogener Reitervölker der späten Bronzezeit.
In: II Mare Nero 1, 1994, 20-54, bes. 30 ff.
12 R. Rolle, Urartu und die Reiternomaden. Saeculum 28,
1977, 291-339.
13 Metzner-Nebelsick, Kimmerier 2000 (Anm. 6).
14 T. Kemenczei, Ostungarn in der Zeit der Frühhallstattkultur.
In: Die Hallstattkultur (Linz 1981), 79-92; E.
Patek, Die Anfänge der Siedlung und des Gräberfeldes
von Sopron-Burgstall. Ebd. 93-104; G. Kossack,
PferdegeschiiT aus Gräbern der älteren Hallstattzeit
Bayerns. Jahrb. Rom.-German. Zentralmus. 1, 1954,
111-178, bes. 134 ff.; ders., Kimmerische Bronzen
1980 (Anm. 5), 111 ff.; ders., Mitteleuropa 1995 (Anm.
4), 61 ff.; J. Chochorowski, Ekspansja kimmeryjska na
tereny Europy Srodkowej (Die kimmerische Expansion
in das mitteleuropäische Gebiet) (Krakow 1993);
Metzner-Nebelsick, Kimmerier 2000 (Anm. 6), 517 ff.;
dies., Der „thrako-kimmerische“ Formenkreis aus der
Sicht der Urnenfelder- und Hallstattzeit im südöstlichen
Pannonien. Vorgesch. Forsch. 23 (Rahden/Westf. 2002).
15 S. Gallus/T. Horväth, Un peuple cavalier prescythique
en Hongrie. Diss. Pann. II, 9 (Budapest 1939), Taf. 20-
21; Kossack, Mitteleuropa 1995 (Anm. 4), 63.
16 Kemenczei, Ostungarn 1981 (Anm. 14), 86; G.
Kossack, Flügelperlen: Bemerkungen zu den spätbronzezeitlichen
Goldschätzen aus den Karpatenländern. In:
T. Koväcs (Hrsg.), Studien zur Metallindustrie im
Karpatenbecken und den benachbarten Regionen
(Budapest 1996), 339-360.
17 St. Gabrovec, Die Verbindungen zwischen den
Südostalpen und dem jugoslawischen Donaugebiet in
der älteren Eisenzeit. In: Die ältere Eisenzeit in der
Wojwodina und ihre Verbindungen mit anderen donauländischen
und benachbarten Gebieten (Novi Sad
1981), 155-178, bes. 159 ff.
18 B. Terzan, The Early Iron Age in Slovenian Styria. Kat.
in monogr. 25 (Ljubljana 1990), 194 f.; C. Metzner-
Nebelsick, Die früheisenzeitliche Trensenentwicklung
zwischen Kaukasus und Mitteleuropa. In: P. Schauer
(Hrsg.), Archäologische Untersuchungen am Übergang
von der Bronze- zur Eisenzeit zwischen Nordsee und
Kaukasus. Regensburger Beitr. Prähistor. Arch. I (Bonn
1994), 383-447; dies./G. Tomedi, Zum ältesten
Zaumzeug aus Frög. In: P. Anreiter/L. Bartosiewicz/E.
Jerem/W. Meid (Hrsg.), Man and Animal World.
Archaeolingua 8 (Budapest 1998), 367-382; C.
Metzner-Nebelsick, Gefäße mit basaraboider Ornamentik
aus Frög. In: Universitätsforsch. Prähist. Arch. 8
(Innsbruck 1992), 349-383. – Die Forschungen Metzner-
Nebelsicks referiert G. Tomedi, Das hallstattzeitliche
Gräberfeld von Frög. Archaeolingua 14 (Budapest
2002), 138 ff. u. 223 ff.
19 Metzner-Nebelsick, Gefäße 1992 (Anm. 18); A. Eibner,
Der Donau-Drave-Save-Raum im Spiegel gegenseitiger
Einflussnahme und Kommunikation in der frühen
Eisenzeit. In: A. Lippert (Hrsg.), Die Drau-, Mur- und
Raab-Region im 1. vorchristlichen Jahrtausend. Universitätsforsch.
Prähist. Arch. 78 (Bonn 2001), 181—
190.
20 St. Foltiny, Zum Problem der Kulturbeziehungen zwischen
den mittel- und südeuropäischen Reitervölkern
und der Bevölkerung Nordostitaliens am Beginn der
Früheisenzeit. Mitt. Anthrop. Ges. Wien 92, 1962, 112-
123.
21 Freundl. Hinweis S. Vitri, Triest.
22 Kossack, Pferdegeschirr 1954 (Anm. 14), 134 f. u. 162
mit Karte 5; zum Runden Berg J. Kluge, Ein thrakokimmerischer
Trensenknebel vom Runden Berg bei
Urach, Kreis Reutlingen. Arch. Korrbl. 16, 1986, 413-
417. – Vgl. zu den Pferdchentrensen auch F. W. v. Hase,
Etrurien und Mitteleuropa. In: L. Aigner-Foresti
(Hrsg.), Etrusker nördlich von Etrurien. Sitzungsber.
Österr. Akad. Wiss., phil.-hist. Kl. 589 (Wien 1992),
235-266, bes. 247 ff.
23 Seeboden: H. Müller-Karpe, Beiträge zur Chronologie
der Urnenfelderzeit nördlich und südlich der Alpen.
Röm.-German. Forsch. 22 (Berlin 1959), 283, Taf. 145,
A2. – Treffeisdorf: Ebd. 283, Taf. 144, B7. – Vgl.
Gabrovec, Verbindungen 1981 (Anm. 17), 163 Abb. 2,
16 u. 20; Ch. F. E. Pare, Beiträge zum Übergang von der
Bronze- zur Eisenzeit in Mitteleuropa. Jahrb. Röm.-
German. Zentralmus. 45, 1998, 293-483, bes. 356 ff.
(demnach Seeboden: Horizont V [Ha B3], Treffeisdorf:
Horizont VI [Ha Cl]).
24 M. Gustin, Mahaire. In: Situla 14-15 (Ljubljana 1974),
77-94; Tomedi, Frög 2002 (Anm. 18), 111 ff., Taf. 84,
13.
25 T. Knez, Novo mesto III. Carniola Arch. 3 (Novo mesto
1993), 42 f., Taf. 16-20.
26 R. Wedenig, Vorbericht über die Ausgrabung 1991 im
hallstattzeitlichen Hügelgräberfeld von Führholz in
Unterkärnten. Carinthia I 183, 1993, 129-149, bes. 135
ff. Abb. 12, a; ders., Das hallstattzeitliche Gräberfeld
von Führholz in Unterkärnten. Arch. Österreichs 10/2,
1999, 13 f. Abb. 8, 14; ders., Zehn Jahre Gräberarchäologie
in Führholz – eine kurze Übersicht. In: R. Wedenig
(Hrsg.), Hallstattkultur im Trixnertal (Völkermarkt
34 I ABTEILUNG FÜR UR- UND FRÜHGESCHICHTE
© Landesmuseum für Kärnten; download unter http://www.biologiezentrum.at
2005), 19-33, bes. 27 f. Abb. 17; C. Metzner-Nebelsick,
„Thrako-kimmerische“ Fundkomplexe zwischen der
Südoststeiermark, Südwest-Transdanubien und Nordkroatien
und ihre Bedeutung für die Kulturentwicklung
während der frühen Eisenzeit. In: Lippert, Drau-, Murund
Raab-Region 2001 (Anm. 19), 137-154, bes. 144
Abb. 7.
27 B. Maräz, Zur Frühhallstattzeit in Süd-Pannonien. A
Janus Pann. Müz. Evkönyve 23, 1978, 145 ff.; Kossack,
Kimmerische Bronzen 1980 (Anm. 5), 133 f:, ders.,
Mitteleuropa 1995 (Anm. 4), 63 Abb. 58, 10-17;
Terzan, Early Iron Age 1990 (Anm. 18), 152 f. Abb. 36;
Metzner-Nebelsick, Fundkomplexe 2001 (Anm. 26),
142 ff.; I. Gabor, Hallstattzeitliche Hügelgräber in
Westungarn. In: H. D. Galter/D. Kramer (Hrsg.), Der
Gräberfund von Kleinklein im europäischen Kontext
(Graz 2007), 98-122, bes. 104 f.
28 Kossack, Pferdegeschirr 1954 (Anm. 14), 137 Abb. 14,
3 (Gamöv); ders., Kimmerische Bronzen 1980 (Anm.
5), 133; V. Podborsky, Mähren in der Spätbronzezeit
und an der Schwelle zur Eisenzeit. Opera Univ.
Brunensis, Fac. Phil. 142 (Brno 1970), 155 Abb. 25, 1-
2, Taf. 35, 5-11 u. 76, 6; Metzner-Nebelsick,
Fundkomplexe 2001 (Anm. 26), 138 ff. Abb. 1.
29 Gabrovec, Verbindungen 1981 (Anm. 17), 161 f. Abb.
2, 15; Metzner-Nebelsick, Fundkomplexe 2001 (Anm.
26), 148 Abb. 10.
30 M. Kaus, Kimmerischer Pferdeschmuck im Karpatenbecken
– das Stillfrieder Depot aus neuer Sicht. Mitt.
Anthrop. Ges. Wien 118-119, 1988-1989, 247-257.
31 J. Szombathy, Drei eigenthümliche Bronzeschwerter.
Mitt. Anthrop. Ges. Wien 18, 1888, [16] Abb. 5; Terzan,
Early Iron Age 1990 (Anm. 18), 191; M. Fera,
Hallstattzeitliche Höhensiedlungen und Hügelgräber.
In: Wedenig, Trixnertal 2005 (Anm. 26), 9-18, bes. 14
f. – Vgl. vor allem das Schwert aus dem Reitergrab von
Klin-Jar/186 (Kossack, Neufunde 1994 [Anm. 11], bes.
23 Abb. 5, AI; hier Abb. 8, 14).
32 Kossack, Neufunde 1994 (Anm. 11), 21 Abb. 6.
33 L. Salzani, in: F. Marzatico/P. Gleirscher (Hrsg.),
Guerrieri, Principi ed Eroi fra il Danubio e il Po dalla
Preistoria all’Alto Medioevo (Trento 2004), 616 f. Abb.
5.21.
34 Kemenczei, Ostungarn 1981 (Anm. 14), 84; ders., A
Prügyi koravaskori kincslelet. Comm. Arch. Hung. I,
1981, 29 ff.; Kossack, Neufunde 1994 (Anm. 11), 21
(mit Hinweis auf Grab 1 aus Kislovodsk [ebd. 21 Abb.
7]); ders. Mitteleuropa 1995 (Anm. 4), 61 ff. Abb. 58,
1-9. – Zur Rezeption östlicher Statussymbole: C.
Metzner-Nebelsick, Abschied von den „Thrako-
Kimmeriern“? In: Das Karpatenbecken und die osteuropäische
Steppe. Prähist. Arch. Südosteuropa 12, 1998,
361-422, bes. 409 ff.
35 V. Hase, Etrurien und Mitteleuropa 1992 (Anm. 22).
36 H. Parzinger, Die Skythen (München 2004). – Vgl.
auch E. V. Cernenko, Eisengepanzerte „Ritter“ der skythischen
Steppe. In: R. Rolle/M. Müller-Wille/K.
Schitzel (Hrsg.), Gold der Steppe. Archäologie der
Ukraine (Schleswig 1991), 131-135.
37 A. Vulpe, Descoperirile hallstattiene din zona Aiudului.
Thraco-Dacia 5, 1984, 36-63; ders., Die Kurzschwerter,
Dolche und Streitmesser der Hallstattzeit in Rumänien.
Prähistor. Bronzefunde VI, 9 (München 1990),
127 ff.; B. Terzan, Auswirkungen des skythisch geprägten
Kulturkreises auf die hallstattzeitlichen Kulturgruppen
Pannoniens und des Ostalpenraumes. In: B.
Hänsel/J. Machnik (Hrsg.), Das Karpatenbecken und
die osteuropäische Steppe. Prähist. Arch. Südosteuropa
12 (München-Rahden/Westf. 1998), 511-560, bes. 513
ff.
38 A. Hellmuth, Pfeilspitzen. Untersuchungen zu den
sogenannten skythischen Pfeilspitzen aus der befestigten
Höhensiedlung von Smolenice-Molpfr. In: Universitätsforsch.
Prähist. Arch. 128 (Bonn 2006), 7-204.
39 W. Kimmig/E. Gersbach, Die Grabungen auf der
Heuneburg 1966-1969. Germania 49, 1971, 21-91, bes.
49 ff.
40 M. Pärducz, Probleme der Skythenzeit im Karpatenbecken.
Acta Arch. Hungarica 25, 1973, 27-65; J.
Chochorowski, Die Vekerzug-Kultur. Prace Arch. 36
(Warzawa-Kraköw 1985); Terzan, Auswirkungen 1998
(Anm. 37), 513 ff.; T. Kemenczei, Zu den östlichen
Beziehungen der skythenzeitlichen Alföld-Gruppe.
Comm. Arch. Hungariae 2005, 177-211.
41 W. M. Werner, Eisenzeitliche Trensen an der unteren
und mittleren Donau. Prähist. Bronzefunde XVI, 4
(München 1988), 12 ff.
42 M. Pärducz, Graves from the Scythian age at Ärtänd
(County Hajdu-Bihar). Acta Arch. Acad. Scient.
Hungaricae 17, 1965, 137-231; ders., Early Scythian
Age Grave at Ärtänd. Inv. Arch. Ungarn 3 (Bonn 1971),
U19; T. Kemenczei, Denkmäler skythisch geprägter
Eliten im Donau-Theiß-Gebiet. In: Im Zeichen des goldenen
Greifen. Königsgräber der Skythen (München –
Berlin-London-New York 2007), 310-317, bes. 314 f.
43 Terzan, Auswirkungen 1998 (Anm. 37), 525 f. Abb. 9.
44 Z. Bukowski, Die westliche Ausdehnung der sog. skythischen
Einwirkungen in Mitteleuropa und ihr Charakter.
In: Die Hallstattkultur (Linz 1981), 333-356, bes.
335 ff.; H. Parzinger/S. Stegmann-Rajtär, Smolenice-
Molpir und der Beginn der skythischen Sachkultur in
der Südwestslowakei. Praehist. Zeitschr. 63, 1988, 162—
178; A. Hellmuth, Smolenice-Molpfr im Licht skythischer
Angriffe auf die hallstattzeitlichen Siedlungen
nördlich und südlich der Mährischen Pforte. Slovenskä
Arch. 54, 2006, 191-208. – H. Parzinger (Berlin) weist
auf die Existenz einer Gussform für dreiflügelige
Pfeilspitzen hin, die sich auch in die hier vorgetragene
Argumentation einfügen lässt.
45 Bukowski, Einwirkungen 1981 (Anm. 44), 346 f. Abb.
9-10; Parzinger, Vettersfelde (Anm. 8), 214.
46 Bukowski, Einwirkungen 1981 (Anm. 44), 333-356.
ABTEILUNG FÜR UR- UND FRÜHGESCHICHTE I 35
© Landesmuseum für Kärnten; download unter http://www.biologiezentrum.at
47 Bukowski, Einwirkungen 1981 (Anm. 44), 340 Abb. 4.
48 Bukowski, Einwirkungen 1981 (Anm. 44), 347 Abb. 11.
49 Bukowski, Einwirkungen 1981 (Anm. 44), 341 f. Abb. 5.
50 Bukowski, Einwirkungen 1981 (Anm. 44), 343 f. Abb. 8.
51 Vgl. Anm. 10.
52 Insofern ist die Situation nicht dem awarischen
Schatzfund von Vrap in Albanien zu vergleichen, wie
Parzinger erwogen hat: Parzinger, Vettersfelde 1993
(Anm. 8), 218 f.
53 Terzan, Auswirkungen 1998 (Anm. 37), 511 ff. u. 518
ff.; P. Gleirscher, Eisenzeitliche Höhensiedlungen in
Kärnten im Lichte von Fragen nach Wirtschaft, Macht
und Strategie. In: A. Krenn-Leeb (Hrsg.), Wirtschaft,
Macht und Strategie – Höhensiedlungen und ihre
Funktionen in der Ur- und Frühgeschichte. Arch. Österreichs
Spezial 1 (Wien 2006), 223-232, bes. 228 f.
54 Ausführlich Teiian, Auswirkungen 1998 (Anm. 37),
526 ff. – Vgl. auch M. Egg, Waffen eisenzeitlicher
Krieger im Südostalpenraum. Jahrb. Röm.-German.
Zentralmus. Mainz 31, 1984, 612 f.
55 Terzan, Auswirkungen 1998 (Anm. 37), 527; M.
Gustin/A. Preloznik, Sajevce. An Iron Age barrow
cemetery at the Krka River. Arheol. vestnik 56, 2005,
113-168, bes. 164 ff.
56 O.-H. Frey, Ein Zierstück der späten Hallstattzeit von
der Magdalenska gora bei Smarje. In: Die Hallstattkultur
1981 (Anm. 4), 227-240.
57 Terzan, Auswirkungen 1998 (Anm. 37), 519 f.; M.
Simek, Weitere Aspekte vom Grabhügel II in Jalzabet
bei Varazdin. In: Lippert, Drau-, Mur- und Raab-Region
2001 (Anm. 19), 311-318; dies., Martijanec-Kaptol-
Gruppe. In: Ratnici na razmedu istoka i zapada /
Krieger am Scheideweg zwischen Ost und West
(Zagreb 2004), 115 ff. u. 305 ff.; dies., Die Fürstengräber
der älteren Eisenzeit in Nordkroatien. In:
Galter/Kramer, Gräberfunde 2007 (Anm. 27), 123-153,
bes. 140 ff.
58 Vgl. die Gräber von Ul‘ im Kaukasus: Parzinger,
Skythen 2004 (Anm. 36), 119.
59 Hellmuth, Pfeilspitzen 2006 (Anm. 38); dies.,
Smolenice-Molpir 2006 (Anm. 44).
60 S. Tecco Hvala/J. Dular/E. Kocuvan, Eisenzeitliche
Grabhügel auf der Magdalenska gora. Kat. in monogr.
36 (Ljubljana 2004), 129, Taf. 23-27.
61 M. Gustin, Libna. Posavski muzej Brezice (Brezice
1976), 44, Taf. 57, 2-10.
62 Terzan, Auswirkungen 1998 (Anm. 37), 529, Taf. 11.
63 Gustin, Libna 1976 (Anm. 61), Taf. 60-61.
64 Terzan, Auswirkungen 1998 (Anm. 37), 528 f.
65 Terzan, Auswirkungen 1998 (Anm. 37), 529.
66 B. Terzan, Heros der Hallstattzeit. In: C. Becker et al.
(Hrsg.), Chronos. Festschr. B. Hansel, Internat. Arch.,
Studia honoraria I (Espelkamp 1997), 653-669, bes.
667 ff.; dies., Auswirkungen 1998 (Anm. 37), 530.
67 Terzan, Auswirkungen 1998 (Anm. 37), 530 ff.; P.
Gleirscher, Spätbronze- und eisenzeitliche Fundstellen
um Warmbad Villach. Neues aus Alt-Villach/Jahrb.
Stadtmus. 34, 1997, 55-86, bes. 79 Abb. 13, 10-11;
ders., Eine Trense skythischen Typs aus Landskron bei
Villach. Neues aus Alt-Villach/Jahrb. Stadtmus. 40,
2003, 25-37.
68 Terzan, Auswirkungen 1998 (Anm. 37), 531 ff.; P.
Gleirscher, Das Grab eines namenlosen Königs in
Waisenberg. In: Wedenig, Trixnertal 2005 (Anm. 26),
59-76, bes. 67 f.
69 R. Wedenig, Vorbericht über die Ausgrabung 1997 im
hallstattzeitlichen Gräberfeld von Führholz in
Unterkärnten. Carinthia I 188, 1998, 31-49, bes. 38 ff.
Abb. 8 (Hügel 84/1); ders., Vorbericht über die
Ausgrabung 1998 und 1999 im hallstattzeitlichen
Gräberfeld von Führholz in Unterkärnten. Carinthia I
190, 2000, 11-38, bes. 14 ff. Abb. 5 (Hügel 106) und 26
Abb. 14 (Grab 113); Gleirscher, Waisenberg 2005
(Anm. 68), 63 Abb. 11.
70 M. Egg, Eine thrako-skythische Streitaxt aus Hallstatt.
Arch. Korrbl. 8, 1978, 111-117; A. Kern, Neue
Ausgrabungen auf dem Salzberg in Hallstatt. Arch.
Österreichs 8, 1997 (Sonderheft), 58-65, bes. 63.
71 Egg, Streitaxt 1978 (Anm. 70).
72 Terzan, Auswirkungen 1998 (Anm. 37), 533 ff. – Zur
Diskussion um den Einfluss der Skythen auf die frühkeltische
Kunst V. Megaw, Early Celtic art without
Scythians A review. In: H. Dobrzanska/V. Megaw/P.
Poleska (Hrsg.), Celts on the Margin. Festschr. Z.
Wozniak (Krakow 2005), 33^7.
73 Parzinger, Vettersfelde 1993 (Anm. 8), 217.
74 Metzner-Nebelsick, Kimmerier 2000 (Anm. 6), 520 f.
75 G. Gazdapuztai, Beziehungen zwischen den präskythischen
Kulturen des Karpatenbeckens und des
Nordkaukasus. Acta Antiaue et Arch. Szeged 5, 1963,
5-40; Metzner-Nebelsick, Kimmerier 2000 (Anm. 6),
519.

 

Herzliche Grüße von einem Nachfahren der Skythen aus dem Karpatenbecken,

Euer 1magyarember

 

 

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Über 1magyarember fekete hunmagyar(Árpád, István)

Hazádnak rendületlenûl Légy híve, oh magyar; Bölcsõd az s majdan sírod is, mely ápol s eltakar.Ich bin magyarisch-germanischer Hunne, Geboren in Ungarn,einen Teil der Kindheit dort verbracht, ich kam in der Zeit des Kommunismus nach Deutschland,auch aus politischen Gründen,da ich deutsche ebenso wie ungarische Wurzeln habe(die Großeltern waren deutsche(Thüringen) Sieldler in Ungarn, da lag es am nächsten nach Deutschland(die 2. Heimat) zu kommen ,als von den Kommies verfolgte deutschstämmige wurden wir zu politischen Flüchtlingen da mein Opa Soldat im 2.WK gegen die jüdischen Bolshevisten war. Ich bin begeisterter Karpfenangler und mein Beruf ist Fahrradmechaniker, ich bin politisch interessiert und lasse mich nicht gerne von Leuten wie George Soros(aka Swarc György)und seinen Schergen verarschen.Ich habe eine,nein sogar 2 nationale Identitäten:Die ungarische sowie die deutsche.Da können die die Antifa Chaoten so oft,Fuck your national Identity grölen,wie sie wollen.Damit erreichen sie bei mir höchstens das Gegenteil.
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